Grauer Star (Katarakt)

Mit „Grauer Star“ oder auch „Katarakt“ bezeichnet man eine getrübte Linse im Augeninneren. Ihre Behandlung erfolgt ambulant und ist – dank örtlicher Tropfbetäubung – völlig schmerzfrei. 

Informationen zur Behandlung des Grauen Stars (Katarakt)


Hintergrund

Bereits in vorchristlicher Zeit versuchte man den Grauen Star operativ zu heilen. Die älteste Operationsmethode ist dabei das Hinunterdrücken der Augenlinse in das Auge mittels einer Nadel.

Glücklicherweise sind seitdem mehr als 2000 Jahre vergangen. Wir können heute bei den meisten Patienten den Grauen Star ambulant und in lokaler Anästhesie sehr gut behandeln. In Deutschland werden pro Jahr mehr als 600.000 Behandlungen, bei denen die natürliche Linse gegen eine Kunstlinse ersetzt wird, durchgeführt.

 

Was sind meine Symptome?

Hauptsymptom ist ein langsamer, schmerzloser Verlust der Sehschärfe, insbesondere wenn sich die beginnende Trübung in zentralen Bereichen der Linse befindet. Es kommt zu Verschwommensehen und zunehmender Blendungsempfindlichkeit, da die diffuse Streuung den Bildkontrast reduziert, sodass Sie ihre Umwelt „wie durch Nebel“ wahrnehmen. 

Gelegentlich treten einseitige Doppelbilder auf, die beim Schließen des Partnerauges weiterhin vorhanden sind. Es werden um Lichtquellen Heiligenscheine (Halos) oder Lichthöfe beobachtet. Die Hell-Dunkel-Adaptation des Auges ist verlangsamt, und die Fähigkeit, räumlich zu sehen, kann beeinträchtigt sein. 

In seltenen Fällen kann es hin und wieder zu einer temporären Verbesserung der Sehfähigkeit im Nahbereich kommen. Hierbei bewirken die Verdickung der Linse und die Verdichtung des Linsenkernes eine zunehmende „Kurzsichtigkeit“ und Sie können daher Ihre Zeitung möglicherweise besser lesen als mit Lesebrille. Dieser Verbesserung steht allerdings eine entsprechende Verschlechterung der Sehschärfe in der Ferne gegenüber. Zudem ist dieser Zustand häufig nur von kurzer Dauer, weil durch die zunehmende Linsentrübung die Sehschärfe in allen Entfernungen abnimmt. 

 

Was kann ich von einer Behandlung des Grauen Stars erwarten?
Trotz der hohen Sicherheit aller Verfahren, die man zur Linsenbehandlung einsetzen kann, behandle ich Sie nur wenn der Graue Star eine objektiv nachweisbare Einschränkung Ihrer Sehkraft ausübt und Sie eine subjektive Beeinträchtigung haben (zum Beispiel erhöhte Blendungsempfindlichkeit oder herabgesetztes Dämmerungssehen). Falls Ihre Linse „nur“ ein wenig trüber als mit 20 Jahren ist, aber keine negativen Auswirkungen auf Ihre Sehkraft bestehen, wird von mir keine Behandlung angeboten, weil Sie davon nicht profitieren würden.
Die Behandlung selbst dauert nur einige Minuten und wird in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt.

 

Nach der Operation wird das operierte Auge mit einem Verband abgedeckt, der erstmals am Tag darauf abgenommen wird. 9 von 10 Patienten können unmittelbar nach der Operation besser sehen als vorher: Farben werden viel kräftiger und das Bild insgesamt heller wahrgenommen. 

 

Uns stehen verschiedene Linsenmodelle zur Verfügung, aus denen wir das richtige Modell für Ihr individuelles Auge und Ihr individuelles Leben gemeinsam aussuchen. Je nach Wahl der Kunstlinse folgt dann die Erkenntnis, dass man entweder in der Nähe (Hände) oder Ferne ohne Brille scharf sieht. Es stehen uns sogar Linsen zur Verfügung, die eine Brille in den meisten Alltagssituation ersetzen können. 

 

Jedes Linsenmodell hat besondere Eigenschaften. Es existiert generell keine „beste“ Kunstlinse, da die neue Linse auf Ihre Augen, Ihre Lebensgewohnheiten und Ihre Alltagsabläufe zugeschnitten sein muss, um harmonisch zu funktionieren. Daher arbeite ich mit verschiedenen Linsenherstellern zusammen. Ich berate Sie individuell im Rahmen eines ausführlichen Gespräches und auf Grundlage moderner Untersuchungsverfahren!